Ab und zu werden wir darauf hingewiesen, daß wir angeblich eine Interessenvertretung von Autisten seien, aber nicht klar sei, wie wir Autismus überhaupt definieren würden. In der Tat findet sich auf dieser Site seit jeher keine Autismusdefinition.
Grundlagen
Gegenüberstellung diskriminierender Zuschreibungen: Früher "Geschlechtsidentitätsstörung", heute Autismus
Verfasst von 55555 am 3. November 2010 - 11:111973 veränderte sich die Situation der Homosexuellen grundlegend: Homosexualität wurde in jenem Jahr aus dem DSM, dem "Diagnostischen und Statistischen Handbuch Psychischer Störungen", gestrichen. Die Diagnose Geschlechtsidentitätsstörung blieb weiterhin bestehen – unter dem Deckmäntelchen dieser Diagnose wurden jedoch eine zeitlang auch weiterhin Homosexuelle behandelt. Die Diagnose der Geschlechtsidentitätsstörung umfasste nach damaliger Definition so ziemlich alles, was von durchschnittlichem geschlechterrollenkonformem Verhalten abwich.
Autismustherapien und Wissenschaft
Verfasst von 55555 am 16. Februar 2009 - 14:43Noch bis heute meint manch einer, wenn Autisten sich gegen Therapien aufgrund autistischer Eigenschaften wenden, dann würden sie sich wissenschaftlichen Erkenntnissen widersetzen. Diese Haltung zeugt jedoch vor allem von thematischer Unkenntnis.
Vergleich Autismustherapie und Hundeschule
Verfasst von azrael am 3. Dezember 2008 - 1:18Autismustherapiezentrum (ATZ):
Aufgrund der Schwere ihrer Behinderung benötigen autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene spezifische therapeutische Hilfen. Je früher diese beginnen, desto mehr Chancen haben die autistischen Menschen, altersgemäß zu lernen, sich in ihrer Umwelt zu orientieren, am alltäglichen Geschehen teilzunehmen und Freude am Leben zu entwickeln.
Hundeschule:
Informationsblatt- / Flugblattsammlung
Verfasst von 55555 am 19. September 2008 - 11:37Hinweis: Keine Flugblätter ohne vorherige Absprache in Briefkästen werfen, auf denen steht, daß keine Werbung eingeworfen werden darf. Damit bereitet ihr euch im Zweifel nur selbst Ärger, da das verboten ist. Das mal ganz davon abgesehen, daß eine breite ungezielte Streuung von Flugblättern in ihrem Sinn auch bezweifelt werden kann.
Der aktuellste Stand der Sammlung findet sich jeweils hier.
Flugblattdruckvorlagen, ganzseitig (auch als Mailanhang geeignet):
Grundzüge der Kollision autistischer Eigenschaften mit nichtautistisch geprägter Umgebung
Verfasst von 55555 am 6. September 2008 - 21:04Nicht alle Autisten müssen jede hier geschilderte Einzelwahrnehmung so wie dargestellt empfinden. Um Barrierefreiheit für die gesamte Autistenheit zu gewährleisten, ist es jedoch erforderlich, auf sämtliche Punkte einzugehen.
Autisten filtern Sinnesreize nicht unbewußt, sondern nehmen diese mehr oder weniger ungefiltert wahr und müssen sich in einer aktiven Denkleistung laufend entscheiden, welchen Reiz man versuchen sollte besonders zu beachten. Daher kann z.B. der wohlige nichtautistische Klangteppich für Autisten zu einer Barriere werden, sich in einer Umgebung zu orientieren.
Autisten - Schwan oder Golem
Verfasst von 55555 am 14. August 2008 - 16:18Weithin scheint noch das Bild von Autisten als Golem vorzuherrschen, als unfertigem, unvollkommenen Nichtautisten, der nur durch aufwändige Therapien und viel Mühe wenigstens halbwegs wie ein richtiger Mensch werden kann, wobei Menschlichkeit dem groben durchschnittlichen Charakterbild des Nichtautisten zugeordnet wird. Am nichtautistischen Wesen soll quasi die Welt genesen - nichts Neues unter der Sonne also.
Autisten und das Stockholm-Syndrom
Verfasst von 55555 am 14. August 2008 - 16:17Menschen wollen menschlich behandelt werden. Wenn das nicht der Fall ist, neigen sie dazu es sich einzubilden. Eine besondere Beziehung besteht dabei logischerweise stets zu Personen, die in das eigene Leben hineinwirken. Das gilt unter Umständen auch für solche, die eigentlich etwas mit uns machen, das uns nicht zusagt. Seien es Geiselnehmer, hoffnungslos rückschrittliche Therapeuten oder Eltern.
Autisten - Integration
Verfasst von 55555 am 14. August 2008 - 16:16Integration hat zwei Seiten:
- Ein Farbiger bekommt wegen seiner Hautfarbe keinen Job. Deswegen bekommt er eine "Integrationsmaßnahme" verordnet. Dort lehren ihn Personen, die zum großen Teil von der Minderwertigkeit seiner "Rasse" überzeugt sind, sich weiß zu schminken, um weniger aufzufallen. Als er das tut, bekommt er eine Anstellung als Kloputzer. Sein Fall wird als Beispiel gelungener Integration späteren Teilnehmern ähnlicher Kurse genannt.
Autisten - Eine Minderheit
Verfasst von 55555 am 14. August 2008 - 16:13Sich gegenseitig wenig verstehende Sprachgruppen innerhalb einer Gesellschaft neigen unter bestimmten Umständen dazu, einander mißtrauisch zu belauern. Sprachgruppen? Ja, Autisten gewichten aufgrund ihrer charakterlichen Veranlagung Sprache anders, messen dem verbalen Sprachanteil größere Bedeutung zu, als es Nichtautisten (NA) gemeinhin tun.

