mittlere Reife...Ausbildung zum Grafiker/ Mediendesigner« Zurück zu den Fragen-Liste

Unser Sohn ist nun 18 J. seit Juli 2016 und hat in Heimbeschulung in den letzten beiden Jahren mit ca. 3x 2 Std. Unterricht den Mittelschulabschluss und den Qualifizierenden Mittelschulabschluss gemacht. Nun strebt er die Mittlere Reife an. Leider wurden ihm die Mittel mit erreichen des 18. Lebensjahres vom Jugendamt erheblich gekürzt. Sein "Erziehungsbeistand" kann ihn nunmehr nur noch 2 x die Woche beim lernen unterstützen, obwohl er nun mehr lernen müsste als zuvor und die Kletterbegleitung wurde komplett gestrichen. Ohne Hilfe lernt er nicht, mit uns nur ungern und ohne seine Kletterbegleitung geht er nicht mehr klettern. Obwohl er sehr intelligent ist, stellt das Jugendamt das erreichen des Abschlusses in Frage und ist der Auffassung, dass er eine einfache Ausbildung z.B. im Handwerk anstreben soll. Doch sein Interesse gilt allein allen grafischen Arbeiten am PC. Eigentlich bräuchten wir eine Schule, die mit ihm die Mittlere Reife strukturiert angeht, da er zu Hause durchaus leichter abgelenkt ist und die Hilfe nicht mehr ausreichend ist. Unsere finanziellen Mittel sind bei drei Kindern durchaus sehr eingeschränkt, da eines bereits studiert und wir das finanzieren müssen. Außerdem suchen wir eine Möglichkeit für die Ausbildung als Grafiker/ Mediendesigner in einem geschützteren Umfeld, bzw. einer Firma/ Schule, die sich auf einen sehr genauen, zeitintensiveren Auszubildenden/ Schüler einstellen kann. Wer kann uns da weiter helfen? Wir wohnen im Radius von Kempten, Füssen, Schongau, bzw. Landsberg und Augsburg gingen auch noch. Die Fahrtwege dorthin sind überschaubar. Unser Sohn absolvierte vor kurzem ein Praktikum zum Mediendesigner in der Herzogsägmühle bei Schongau. Die Ausbilderin hätte ihn sehr gerne als Auszubildenden in ihrem Team aufgenommen. Doch in der Verwaltung wurde das von vornherein freundlich aber bestimmt ausgeschlossen. Das Praktikum wurde freundlicherweise ermöglicht. Doch nach deren Ansicht ist eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt nach der Ausbildung angeblich aussichtslos und damit kann er die Ausbildung in dieser Einrichtung nicht absolvieren. Wobei grundsätzlich die Möglichkeit bestünde, die Ausbildung auch in vier bis fünf Jahren dort zu absolvieren. Hintergrund: auch andere Auszubildende benötigen aufgrund ihres Handicaps oft mehr Zeit. Unser Sohn ist extrem genau und dafür benötigt er beim arbeiten mehr Zeit. Jetzt bin ich wirklich sehr gespannt, ob mir jemand hilfreiche Tipps nennen oder entsprechende Kontakte empfehlen kann. Vielen Dank im voraus und herzliche Grüße :-)
Geschrieben von Straub Heike
Gestellt auf 5. April 2017 19:11
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Moin moin! Ihre Frage ist ja nun schon etwas her und ich kann aufgrund der Komplexität auch nicht wirklich ehrenamtlich so viel dazu sagen. Nur so viel: Ihr Sohn kann das Persönliche Budget zur Teilhabe im Privatleben für das Klettern beantragen und das Integrationsamt/Arbeitsassistenz sollte bei de, Ausbildungswunsch unterstützen. Auch hierfür kann das Persönliche Budget beantragt werden. Ich habe gerade mit einem Klienten zusammen gemeinsam mit assistenz.de Trägerübergreifendes Budget beantragt. Herzliche Grüße Esther Schramm

Geschrieben von Esther Schramm
Antwortet am 11. Oktober 2017 18:31